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Ferienauftakt am Stuttgarter Flughafen mit 400 geplanten Starts und Landungen. Gleichzeitig eine Klimademo für die Umwelt. Flüge sollten endlich teurer werden, so die Demonstranten.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Einige hundert Aktivisten demonstrierten am Freitagmittag am Stuttgarter Flughafen. Sie zeigten Plakate mit Aufschriften wie "Save our Ship" oder "No more Billigflieger" und wollten so darauf aufmerksam machen, dass Fliegen umweltschädlich ist. Es ginge darum den Fluggästen ein schlechtes Gewissen zu machen. Die Passagiere, ließen sich nach einer SWR Umfrage kaum beeindrucken und wollten nur "in den wohlverdienten Urlaub" fliegen.

Flugbetrieb nicht beeinträchtigt

Auf den Flugbetrieb in Stuttgart hatte der Protest der Demonstranten keine Auswirkungen. Die Flughafengesellschaft begrüßte die Aktion. Sie hat sich selbst Klimaneutralität zum Ziel gesetzt und will ein Pilotprojekt zu alternativen Kraftstoffen am Flughafen mit 3,5 Millionen Euro bezuschussen.

Der Esslinger Schüler Kolja Schultheiß ist einer der "Fridays for Future"-Aktivisten. Im "Zur Sache"-Interview erklärt er, wie die Schüler den Passagieren ein schlechtes Gewissen machen wollen.

Bis zu 50.000 Passagiere erwartet

Zum Start der Sommerferien werden am Flughafen bis zu 50.000 Passagiere erwartet, die unter anderem in den Urlaub wollen oder schon wieder zurückkommen. Allen Reisenden wird daher geraten, zweieinhalb Stunden vor dem Abflug am Flughafen einzutreffen. An normalen Tagen werden zwischen 30.000 und 35.000 Passagiere abgefertigt, wie eine Sprecherin mitteilte.

Auch auf Straßen und Autobahnen viel los

Ein Passagierrekord wird normalerweise eher gegen Ende der Urlaubszeit aufgestellt, wenn die Nachsaison startet und die Geschäftsreisen wieder zunehmen. Am historischen Spitzentag, dem 28. September 2018, wurden den Angaben zufolge 49.049 Passagiere gezählt. Auch auf den Autobahnen in Baden-Württemberg wird mit starkem Reiseverkehr gerechnet.

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