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In den Gemeinschafts- und Sozialunterkünften in Stuttgart leben hunderte Schüler ohne geeignete Lernumgebung. Ein großes Problem, nicht erst seit Corona. Ein Lernmobil soll nun helfen.

Es sieht von außen aus, wie ein Wohnmobil: Mit Fenstern und Markise. Innen gleicht es eher einem kleinen Bibliotheksraum: Hocker, Schreibtische, Bücher, Steckdosen, WLAN, Laptops und Tablets. Ein Ort für Hausaufgaben, fürs Lernen und für eine Pädagogin, die den Kinder helfen soll.

Der Blick in das Stuttgarter Lernmobil (Foto: SWR)
Neben den Plätzen im Innern können bei gutem Wetter auch eine Markise ausgefahren sowie kleine Bänke und Tische aufgestellt werden.

Fester Fahrplan des Lernmobils zu den Stuttgarter Einrichtungen

Alexandra Haas steuert das Lernmobil seit Montag in regelmäßigen Abständen zu den Stuttgartern Gemeinschafts- und Sozialunterkünften. Besonders im Fokus stehen Einrichtungen, die keine Lernräume haben und den Kindern keinen Platz anbieten können. Die Pädagogin Haas wird zu Beginn noch von Bibliotheks-Mitarbeitern unterstüzt. Sie sollen den Schülern den Zugang zu Bibliotheken erleichtern

Lernmobil mit Pädagogin Alexandra Haas (Foto: SWR)
Pädagogin Alexandra Haas fährt das Lernmobil und betreut die Schüler an den unterschiedlichen Unterküften.

Acht Lernplätze als echte Verbesserung?

Bis zu acht Schüler können sich gleichzeitig im Lernmobil aufhalten. Bei hunderten Schülern in den Unterkünften, die viele häufig in kleinen Gruppen kommen, könnte die Kapazität schnell ausgelastet sein. Axel Sigle, Vorstand der beteiligten Bürgerstiftung, sagte gegenüber dem SWR: "Es ist ein kleiner Teil der Schüler, die in dieser Stadt Bedarf haben. Wir würden uns sehr wünschen, wenn das Lernmobil schnell ein Erfolg wird und es schnell Nachahmer findet."

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