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Am Donnerstagmorgen erschossen Polizeibeamte einen mutmaßlichen Geldautomatensprenger. Auch der zweite Tatverdächtige ist kein unbeschriebenes Blatt.

Nach den tödlichen Schüssen auf einen mutmaßlichen Bankautomatensprenger in Erligheim (Kreis Ludwigsburg) dauern die Ermittlungen an. Bei dem Verstorbenen handele es sich um einen 58-jährigen litauischen Staatsangehörigen, teilten die Staatsanwaltschaft Heilbronn und das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Freitag mit. Nach dem Mann sei europaweit und bundesweit mit Haftbefehlen wegen Geldautomatensprengungen und Einbrüchen gefahndet worden. Den Ermittlern zufolge ist der zweite Tatverdächtige ein 29-jähriger türkischer Staatsangehöriger. Der mehrfach vorbestrafte Mann soll noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Tatverdächtige möglicherweise im ganzen Bundesgebiet aktiv

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler kommen die beiden Tatverdächtigen auch für die im Oktober verübte Sprengung eines Geldautomaten in Ottmarsheim (Kreis Ludwigsburg) in Frage. Es werde auch geprüft, ob weitere Taten im süddeutschen Raum und im Bundesgebiet den beiden Männern zuzurechnen sind. Den weiteren Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei zufolge wurde bei den Ermittlungen am Donnerstag auch eine aufgebrochene Scheune am Ortsrand von Erligheim festgestellt. Ob dies im Zusammenhang mit der versuchten Automatensprengung steht, sei noch offen.

Einsatz einer Spezialeinheit offenbar kurz vor versuchter Sprengung

Nach Zeugenhinweisen hatte die Polizei die SB-Bankfiliale in Erligheim überwacht. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag tauchten dann die beiden Tatverdächtigen bei der Bank auf und machten sich am Geldautomaten zu schaffen. Hierzu verwendeten sie den Ermittlern zufolge einen zuvor in Erligheim gestohlenen VW Transporter. Eine Spezialeinheit der Polizei habe zugegriffen als klar war, dass die Sprengung des Geldautomaten kurz bevorstand, so Staatsanwaltschaft und Polizei. Einer der beiden Tatverdächtigen sei dann bei der Festnahme mit einem etwa 35 Zentimeter langen Schraubendreher auf die Beamten des Mobilen Einsatzkommandos losgegangen, weshalb ein Schusswaffengebrauch erfolgte. Der schwer verletzte Mann sei von den Einsatzkräften sofort reanimiert worden, dann jedoch noch am Einsatzort verstorben. Der zweite Tatverdächtige wurde in der Nähe des Tatorts festgenommen.

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