Die Teilnehmenden zogen mit mehreren Stopps durch die Stuttgarter Innenstadt. Sie forderten ein Ende der Ausbeutung und Tötung von Tieren und setzten sich für eine vegane Lebensweise ein. (Foto: SWR, Olga Henich)

Kundgebung für ein Ende der Ausbeutung von Tieren

Demonstranten in Stuttgart fordern: "Schlachthäuser schließen"

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In Stuttgart haben sich am Samstag laut Polizei rund 200 Menschen für das Leben der Tiere eingesetzt. Die Demonstranten zogen unter dem Motto: "Schlachthäuser schließen" durch die Innenstadt.

Die Teilnehmer haben ein Ende der Ausbeutung und Tötung von Tieren gefordert und sich für eine vegane Lebensweise eingesetzt. Das Leid aller Nutztiere wurde am Beispiel der Hühner verdeutlicht. Nach Angaben von Julia Thielert, Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg, sterben in deutschen Schlachthäusern jedes Jahr 700 Millionen Hühner. Sie sterben nach Auskunft von Thielert meist als Kleinkinder nach wenigen Wochen Turbomast entweder für die Fleischindustrie oder als ausgediente Legehennen.

"Tierausbeutung ist ethisch nicht zu rechtfertigen und vollkommen unnötig. Deshalb fordern wir das Ende dieses sinnlosen Leids und die Schließung aller Schlachthäuser."

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Dieses Jahr finden 16 "Schlachthäuser schließen!"-Demonstrationen statt

Kein Mensch müsse Eier, Hühner oder andere Tiere essen, betonte Achim Stammberger, Sprecher von Animal Rights Watch e. V. (ARIWA).

"Schließlich ist eine vegane Lebensweise nicht nur besser für die Tiere und für unseren ganzen Planeten, sondern auch abwechslungsreich, gesund und lecker."

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen und Hintergründe gibt es hier. Die Kundgebung wurde von Animal Rights Watch e.V. in Kooperation mit dem Verband Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V. organisiert. Von Mai bis Oktober 2022 finden deutschlandweit 16 "Schlachthäuser schließen!"-Demonstrationen statt.

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