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Monatelang ist verhandelt worden - jetzt steht fest: Das Mercedes-Benz Werk in Stuttgart-Untertürkheim wird eine wichtige Rolle beim Umstieg auf die Elektromobilität spielen.

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Der Streit um die künftige Ausrichtung des Daimler-Stammwerks in Stuttgart-Untertürkheim ist beigelegt. Für mehr als 400 Millionen Euro soll der Standort zu einem Campus für Elektromobilität umgebaut werden. Im Werk sollen Elektromotoren, Batterien und komplette Antriebssysteme entwickelt und gebaut werden, und zwar in deutlich größerem Umfang als bisher geplant, wie der Autobauer am Freitag mitteilte.

Daimler will dort zudem künftig auch selbst zumindest in kleiner Serie Batteriezellen fertigen. Die Fabrik soll 2023 in Betrieb gehen. Darüber hinaus sollen die heute am Standort Nabern (Kreis Esslingen) angesiedelten Forschungs- und Entwicklungsumfänge im Bereich der Batterie künftig in Untertürkheim verortet werden.

Umstieg auf E-Mobilität wird sich auf Beschäftigung auswirken

Im Gegenzug fällt Produktionsvolumen im Bereich der Verbrennungsmotoren weg. In Summe wird das am Ende auch Arbeitsplätze kosten. Eine Zahl nannte der Konzern allerdings nicht. Oberste Priorität sei, die strukturellen und personellen Anpassungen im Hinblick auf die betroffenen Arbeitsplätze sozialverträglich zu gestalten, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

Unternehmen und Betriebsrat hatten monatelang über die Zukunft des traditionsreichen Standorts gestritten. Untertürkheim ist das Leitwerk für Antriebstechnik im Produktionsnetz von Mercedes-Benz. Rund 18.000 Menschen arbeiten dort.

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