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Der Kreis Böblingen ist bundesweit bekannt durch sein Modellprojekt für flächendeckende Schnelltests. Am Mittwoch hat das Landratsamt ein Modellprojekt für Kitas angekündigt.

Schnelltests gegen eine weitere Ausbreitung von Corona (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/APA/Georg Hochmuth)
Im Kreis Böblingen startet nach Ostern ein Modellprojekt in 26 Kitas. Ziel ist es, die Inzidenz durch Schnelltests bei den Jüngsten zu drücken. (Symbolbild) picture alliance/dpa/APA/Georg Hochmuth

In den Schulen im Kreis Böblingen wird bereits regelmäßig getestet. In den meisten Schulen zweimal wöchentlich - sowohl das Lehrpersonal wie auch die Schülerinnen und Schüler. Da angesichts der weit verbreiteten britischen Mutante auch sehr junge Kinder zur Weiterverbreitung von Corona-Infektionen beitragen würden, will das Landratsamt nach eigenen Angaben nicht auf Regelungen von Land oder Bund warten.

"Bis zu einer entsprechenden Regelung seitens Bund oder Land wollen wir modellhaft ausprobieren, wie und mit welchen Ergebnissen Testungen im Kita-Bereich möglich wären."

Landrat Roland Bernhard

26 Kitas sind an dem Modellprojekt beteiligt

Gestartet werden soll das Projekt nach Ostern in insgesamt 26 Kitas. Angelegt ist der Modellversuch auf drei Wochen. Rund 1.500 Kinder sollen dabei zwei Mal in der Woche getestet werden, bevor sie die Kita betreten. Es kommen verschiedene Tests zum Einsatz – so soll im Rahmen der Modellphase auch erprobt werden, welcher Test sich am besten eignet. Die Tests werden von geschultem Personal durchgeführt. Mit den insgesamt 26 Modell-Kitas nehmen rund 1.500 Kinder am Versuch teil.

Die Kosten werden mit 40.000 Euro angegeben

Nach Ende des Tests soll dieser ausgewertet werden. Denn auch die Finanzierung müsse geklärt werden. Der dreiwöchige Modellversuch kostet den Landkreis rund 40.000 Euro.

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