STAND

Die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer schließt angesichts der Corona-Krise eine Verschiebung des für Dezember geplanten Parteitags in Stuttgart nicht aus. Ein Nachfolge-Kandidat sieht das völlig anders.

Die CDU hat nach Angaben der Noch-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine Notfallplanung für den Parteitag im Dezember ins Auge gefasst. "Wegen Corona planen wir, den Parteitag zu verkürzen. Es könnte sogar sein, dass wir aufgrund der Corona-Lage den Parteitag auf die reine Vorstandswahlen beschränken", sagte die Verteidigungsministerin der "Welt am Sonntag". Sie verwies darauf, dass die Satzung die körperliche Anwesenheit auf einem Parteitag vorschreibt. "Im schlimmsten Fall einer zweiten großen Pandemiewelle bleibt der Vorstand geschäftsführend so lange im Amt, bis der Parteitag einberufen werden kann."

Verteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Michael Kappeler/dpa)
Verteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer picture alliance/Michael Kappeler/dpa

Die CDU will Anfang Dezember auf einem Parteitag in Stuttgart einen neuen Vorsitzenden wählen. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Der ursprünglich für Ende April geplante Sonderparteitag zur Wahl eines neuen Vorsitzenden war wegen der Corona-Krise schon abgesagt worden.

In Stuttgart sollte eigentlich ein viertägiger Parteitag stattfinden, auf dem die 1.001 Delegierten auch über das neue Grundsatzprogramm diskutieren sollten. In der Parteiführung wird wegen der Corona-Krise aber schon länger überlegt, wie dies "kompakter" ablaufen könnte. Die Entscheidung soll bei der Vorstandssitzung am 14. September fallen.

Röttgen gegen Verschiebung

Röttgen forderte, bis zum Jahresende Klarheit über Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur zu schaffen. "Eine erneute Verschiebung des Parteitags wäre fatal und ein völlig falsches Signal", sagte er dem "Spiegel". "Die Union muss bis Jahresende alle Personalfragen geklärt haben, inklusive der Kanzlerkandidatur. Wir brauchen zu Beginn des Wahljahres 2021 eine neu legitimierte Führung an der Spitze der Union und Klarheit für die Wähler."

SWR Interview der Woche mit CDU-Politiker Norbert Röttgen "Ich bin Kandidat der Mitte"

Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, sieht sich als Kandidat der Mitte für den CDU-Vorsitz. Die CDU stehe nicht vor einer Richtungsentscheidung.  mehr...

Die Kandidatenschau bei den Christdemokraten. Eine Glosse Das C-DUell: Laschet oder Merz

Der nordrhein-westfälische Regierungschef Laschet und der ehemalige Fraktionschef Merz streiten um den CDU-Vorsitz. Man sollte beide einer etwas anderen Betrachtung unterziehen, meint Josef Karcher.  mehr...

Das Coronavirus und die Folgen für das Land Live-Blog zum Coronavirus in BW: Maskenpflicht bei VfB Stuttgart gegen SC Freiburg

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN