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Der Güterbahnhof in Esslingen ist Geschichte. Jetzt entsteht dort ein neues Stadtviertel: Dessen Energieversorgung ist so interessant, dass Besucher aus aller Welt kommen - auch aus Japan.

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Die gesamte Neue Weststadt in Esslingen soll klimaneutral sein. Das heißt, dass durch Heizen, Kochen und Nutzen von Elektrogeräten kein zusätzliches Treibhausgas freigesetzt wird. Dafür wird nach neuesten Standards gebaut. Solarmodule auf den Dächern erzeugen grünen Strom und die darüber hinaus benötigte Energie kommt aus erneuerbaren Quellen - in Form von Wind- und Solarstrom wie auch Biogas.

Wasserstoff aus überschüssigem Strom

Herzstück der derzeit im Bau befindlichen Energiezentrale ist ein Elektrolyseur. Dieser nutzt überschüssigen Ökostrom, um Wasserstoff zu erzeugen. Bei diesem Umwandlungsprozess entsteht Wärme, mit dieser sollen die Neubauten geheizt werden.

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Eine Wasserstoff-Tankstelle ist geplant

Auf dem Gelände der Neuen Weststadt wird nach jetzigen Plänen eine Wasserstoff-Tankstelle gebaut. Außerdem soll der Wasserstoff an andere Tankstellen verkauft werden oder - wenn Strom benötigt wird - ein Blockheizkraftwerk antreiben, das Strom und Wärme erzeugt.

Fertigstellung bis Ende 2020

Der erste Wohnblock in der Neuen Weststadt ist bereits fertig gestellt und bezogen. Die weiteren Blocks folgen. Der Elektrolyseur befindet sich derzeit im Genehmigungsverfahren. In Esslingen hofft man, dass Ende 2020 das Energiekonzept steht und somit aus überschüssigem Ökostrom Wasserstoff hergestellt werden kann.

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