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Ohne Insekten wie zum Beispiel Bienen wäre die Welt arm dran - ohne ihre Bestäubung von Pflanzen gäbe es kein Obst oder Gemüse. Aber auch Imkern im privaten Bereich liegt voll im Trend.

Die Bienen von Frank Geggus aus Magstadt (Kreis Böblingen) sind fleißig unterwegs, sobald es nicht zu kühl oder zu nass ist. Im Sommer hat er rund 130 Völker mit je rund 50.000 Bienen. Das sind also an die sechseinhalb Millionen Mitarbeiterinnen. Knapp die Hälfte davon hat der Imker derzeit vermietet. "Ich habe einen Kundern, der hat sein Bienenvolk neben seinem Büro vor dem Fenster stehen, weil er sagt, in der Mittagspause sitzt er auf seinem Schreibtisch und schaut den Bienen beim Fliegen zu. Er findet das anscheinend unheimlich entspannend", so Geggus. Neben diesem gebe es aber auch noch viele andere Gründe, warum Menschen seine Bienen mieten würden. "In der Regel ist es so, dass die Leute was Gutes tun wollen."

Imker Frank Geggus aus Magstadt (Kreis Böblingen) vor seinen Bienenkästen. Er vermietet seine Bienenvölker auch und das Geschäft mit den Leihbienen brummt. (Foto: SWR, Sandra Kolnik)
Imker Frank Geggus aus Magstadt (Kreis Böblingen) vor seinen Bienenkästen. Er vermietet seine Bienenvölker auch und das Geschäft mit den Leihbienen brummt. Sandra Kolnik

"Rent a Bee" aus Magstadt: Kunden sind hauptsächlich Firmen

Seit rund fünf Jahren bietet Geggus, der früher in der Werbeindustrie gearbeitet hat, seine Bienchen zur Miete an. Der größte Kunde sei zur Zeit die Firma Porsche, die derzeit 28 Bienenvölker gemietet habe und den fertigen Honig an die Mitarbeitenden verkaufe, so Geggus. Ähnlich mache das auch der Stuttgarter Prüfkonzern Dekra. Dekra nehme das Geld aus dem Honigverkauf, gebe noch weiteres Geld oben drauf und bezahle damit Blühprojekte und Nisthilfen für Wildinsekten. Auch die Bäckerei Treiber aus Steinenbronn (Kreis Böblingen) hat seit 2019 fünf Bienenvölker auf ihrem Grundstück stehen. Katharina Treiber-Fischer ist damit sehr zufrieden: "In erster Linie haben wir das gemacht damit wir unseren eigenen Honig verkaufen und zum Frühstück in unseren Cafés anbieten können. Und der zweite wichtige Grund war für uns, dass wir etwas für den Erhalt des Ökosystems tun und unseren Beitrag zum Naturschutz und zur Nachhaltigkeit geben."

100 bis 200 Euro pro Monat für ein gemietetes Bienenvolk

Die Kunden müssen für ihre Mietbienen lediglich einen Platz zur Verfügung stellen. Imker Geggus kommt regelmässig vorbei, um nach dem Rechten zu sehen und um die Bienen zu versorgen. Er schleudert auch den Honig. Das ist viel Arbeit für den Magstadter Imker und daher hat der Rundum-Service seinen Preis: 100 bis knapp 200 Euro kostet die Miete pro Monat pro Volk. Daher sagt Geggus: "Man muss auch realistisch sein: Für Privatleute ist das nicht geeignet."

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