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Eine Krankentransport-Firma soll Krankenkassen um Millionen betrogen haben. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermitteln gegen fünf Verdächtige.

Ein Unternehmen mit mehreren Niederlassungen in Baden-Württemberg soll zahlreiche Krankentransporte absichtlich falsch abgerechnet haben. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt (LKA) ermitteln wegen gewerbsmäßigen Betrugs.

Die ehemaligen Geschäftsführer sollen ihre Mitarbeiter angewiesen haben, mehrere Personen gleichzeitig zu transportieren. Später wurden die Fahrten dann als Einzelfahrten abgerechnet. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, gesetzliche Krankenkassen so um einen Betrag im "einstelligen Millionenbereich" betrogen zu haben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Durchsuchungen in mehreren Ländern

Die Ermittlungen richten sich demnach gegen fünf Beschuldigte im Alter zwischen 36 und 43 Jahren. Am Dienstag seien verschiedene Gebäude in Baden-Württemberg, Bayern und der Schweiz durchsucht worden, teilten LKA und Staatsanwaltschaft mit. Dabei habe man umfassendes Beweismaterial sichergestellt, das nun ausgewertet werde.

Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, gehören zu dem Geflecht des Unternehmens mehrere unabhängige Firmen, gegen die teilweise zwischenzeitlich Insolvenzverfahren eröffnet wurden. 2018 hatten Krankenkassen Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen entdeckt. Seither ermitteln die Behörden.

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