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Zum Jahreswechsel wollten die Anhänger der "Querdenken"-Initiative in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Nun ruft der Gründer der Bewegung, Michael Ballweg, dazu auf, zuhause zu bleiben.

Der "Querdenken 711"-Initiator Michael Ballweg hat in einer Videobotschaft an Heiligabend angekündigt, bis auf Weiteres keine Großdemonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen mehr anzumelden. Hintergrund sind Verbote von geplanten Kundgebungen in Berlin zum Jahreswechsel am 30. und 31. Dezember.

Ballweg: Anhänger sollen Kräfte sammeln

Er bat seine Anhänger darum, das Verbot zu akzeptieren und nicht nach Berlin zu fahren. Die Pause soll laut Ballweg dazu dienen, Kräfte für den Frühling zu sammeln. "Aus diesem Grund werde ich auf Weiteres keine Großdemonstrationen mehr anmelden", sagte Ballweg. Er empfehle allen Querdenken-Gruppen in Deutschland, es ihm gleichzutun. Ballweg hofft jedoch, dass sich eine andere Organisation findet, die in naher Zukunft eine Großdemonstration anmeldet.

Verbot von Silvester-Alternativtermin am 30. Dezember

Wegen des Demonstrationsverbots an Silvester in Berlin wollte die in Stuttgart gegründete Initiative bereits am 30. Dezember gegen die Corona-Verordnungen protestieren. Doch die Berliner Polizei hatte am Mittwoch auch diese Großdemonstration aufgrund des Infektionsschutzes verboten. Die "Querdenken"-Bewegung meldet seit Pandemie-Beginn bundesweit Demonstrationen gegen die Corona-Politik an. Ihre Organisationsstrukturen werden neuerdings vom Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet.

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