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Die Zentrale Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg ermittelt gegen sieben ehemalige Wehrmachtssoldaten wegen möglicher Beihilfe zum Mord. Die Einrichtung prüfe, ob die Ex-Soldaten in Verbrechen gegen sowjetische Kriegsgefangene verwickelt seien, wie die "Welt am Sonntag" berichtet. Die Soldaten sollen demnach Kriegsgefangenenlager bewacht haben, in denen Angehörige der Roten Armee massenhaft zu Tode gekommen sind. Bei der Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit verfolgte die deutsche Justiz über Jahrzehnte nur diejenigen, die zur Leitung der Konzentrationslager gehört oder selbst gemordet hatten oder durch besondere Grausamkeit aufgefallen waren. Heutzutage wird auch die allgemeine Dienstausübung in einem Lager, in dem erkennbar systematische Massenmorde stattfanden, juristisch geahndet. Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg nahm 1958 ihre Arbeit auf. Sie sichtet nach eigenen Angaben weltweit Material vor allem aus Archiven, um NS-Verbrechen aufzudecken und lebende Verantwortliche zu benennen.

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