S21-Lenkungskreis: Nachbesserung für Regionalverkehr Die "Wendlinger Kurve" wird gebaut

Der Lenkungskreis zu Stuttgart 21 hat sich in Stuttgart getroffen. Dabei hat die Bahn eine Neuerung verkündet: Die von Kritikern geforderte sogenannte Große Wendlinger Kurve kommt.

Damit sollen Bahnfahrer künftig besser und schneller von der Region Neckar-Alb nach Stuttgart und zurück kommen.

Drei Männer und eine Frau stehen an kleinen runden Tischen (Foto: SWR)
Landesverkehrsminister Winfried Hermann, Bahn-Vorstand Ronald Pofalla, Stuttgarts OB Fritz Kuhn und Nicola Schelling vom Verband Region Stuttgart (v.l.n.r.)

Das Einfädeln des Bahnverkehrs aus Richtung Tübingen auf die Neubaustrecke Ulm-Stuttgart bei Wendlingen (Kreis Esslingen) könne dadurch kreuzungsfrei erfolgen, erläuterte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Freitag nach der Sitzung des S21-Lenkungsausschusses in Stuttgart. Die Projektpartner des Projekts - das sind das Land Baden-Württemberg, die Stadt, der Verband Region Stuttgart und die Flughafengesellschaft - gaben sich zuversichtlich, den wichtigen zweigleisigen Ausbau bei Wendlingen mit Hilfe des Bundes angehen zu können.

Dauer

"Wir machen sie"

Durch die neue Planung werde ein potentieller Engpass vermieden. Damit folgen die Projektpartner im S21-Lenkungskreis den Argumenten der S21-Kritiker des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21, die seit langem die "Große Wendlinger Kurve" gefordert hatten. Das Land werde Bauherr des Abschnitts sein, die Deutsche Bahn werde bauen, so Landesverkehrsminister Hermann. "Wir machen sie", verkündete er.

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Kostenverteilung

Bahn-Vorstand Ronald Pofalla sprach mit Blick auf die Finanzierungsbereitschaft des Bundes von einem "wichtigen und weiteren guten Baustein für das Gesamtprojekt". Von den 100 Millionen Euro Baukosten entfallen demnach 60 Millionen Euro auf den Bund und 20 Millionen Euro auf das Land. Wie die Aufteilung des Restes auf die Regionen Stuttgart und Neckar-Alb erfolgen kann, ist laut Hermann noch zu klären.

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