Wohnungsnot in Großstädten Vermittlung zu Hausbesetzung in Stuttgart geplatzt

Seit gut einer Woche ist ein Haus im Stuttgarter Westen besetzt. Die Stadt wollte zwischen Hauseigentümern und Besetzern vermitteln, doch zu dem Gespräch am Montag kam es nicht.

Hausbesetzung Forststraße (Foto: SWR, Diana Hörger)
Der Eigentümer hat die Aktivisten aufgefordert, die Wohnungen zu verlassen. Diese haben stattdessen angefangen, die Wohnung zu renovieren. Zu einem Vermittlungsgespräch kommt es vorerst nicht. Diana Hörger

"Gespräch abgesagt - Eigentümer verweigern sich einem Gespräch", heißt es auf der Internetseite der Besetzer. Zuvor hatten die Aktivisten dem von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Gespräch unter der Bedingung zugesagt, dass die Eigentümer an dem Gespräch persönlich anwesend sind. Eine Kundgebung auf dem Stuttgarter Marktplatz, die vor dem Vermittlungsgespräch stattfinden sollte, haben die Besetzer auch abgesagt.

Eigentümerin laut Anwalt zu Gespräch bereit

Die Stuttgarter Stadtverwaltung bestätigte die Absage des Gesprächs. Eine Sprecherin sagte, das Angebot eines Vermittlungsgesprächs bestehe weiterhin. Oliver Boese, der Rechtsanwalt der Eigentümerin, teilte dem SWR mit, dass diese ein Gespräch mit den Hausbesetzern unter Vermittlung der Stadt nicht ablehnt.

Kommt es nun zur Räumung?

Bereits vergangene Woche hatten die Eigentümer die Aktivisten aufgefordert, das Gebäude in der Forststraße 140 zu verlassen. Stattdessen haben diese begonnen zu renovieren. Wie, ob und wann es zu einer Räumung des besetzten Hauses kommt, ist somit offen.

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