Windreich-Prozess in Stuttgart Walter Döring weist Vorwürfe zurück

Im Prozess um die Insolvenz des Windparkentwicklers Windreich hat am Montag ein prominenter Zeuge ausgesagt: der frühere baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP).

Walter Döring, ehemaliger Wirtschaftsminister Baden-Württemberg, als Vorstand bei der Windreich AG (Foto: dpa Bildfunk, Julian Stratenschulte/dpa/picture alliance)
Walter Döring (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg, 2012 als Vorstand bei der Windreich AG (Archiv). Julian Stratenschulte/dpa/picture alliance

Über seinen Anwalt widersprach der ehemalige Wirtschaftsminister Walter Döring dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft, die Windreich AG sei schon während seiner Amtszeit insolvent gewesen. Das wäre laut seinem Anwalt mehr als ein Jahr vor dem eigentlichen Insolvenzantrag gewesen.

"Zukunftsfähige Windenergie"

Die Windenergie sei wegen des damals beschlossenen Atomausstiegs zukunftsträchtig gewesen, hieß es am Montag vor dem Stuttgarter Landgericht. Döring sagte nach Angaben seines Anwalts, dass er wohl kaum erhebliche Teile seines Privatvermögens in Windreich-Anleihen investiert hätte, wenn er von einer Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens in Wolfschlugen (Kreis Esslingen) ausgegangen wäre.
Walter Döring war von 2010 bis 2012 stellvertretender Vorsitzender der Windreich AG, die 2013 Insolvenz angemeldet hatte.

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