Uwe Hück kandidiert für Pforzheim (Foto: Imago, Frank Hoermann)

Vorwürfe gegen Ex-Betriebsratschef Hück soll Porsche auf Druck des Vorstands verlassen haben

Als der Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück im Februar überraschend seinen Rücktritt ankündigte, gab er an, in die Politik gehen zu wollen. Einem Medienbericht zufolge hatte der Rücktritt jedoch andere Gründe.

Der ehemalige Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hat den Stuttgarter Automobilkonzern offenbar auf Druck des Vorstands verlassen. Recherchen des "Manager-Magazins" zufolge hatten interne Untersuchungen zu erheblichen Vorwürfen gegen den 57-Jährigen geführt.

Revision warf Hück überzogenes Gehalt vor

Demnach warf die Revision Hück unter anderem vor, ein überhöhtes Gehalt bezogen zu haben. Außerdem habe er Dienstleistungen in Anspruch genommen, die ihm als Chef des Betriebsrats gar nicht zustanden. So habe er einen freigestellten Betriebsratskollegen als Fahrer genutzt.

Offenbar soll es eine finanzielle Entschädigung für Hücks Rücktritt gegeben haben. Laut "Manager-Magazin" war im Unternehmen von einer vereinbarten Gehaltsfortzahlung über mehrere Jahre und von mehr als einer Million Euro Gesamtsumme die Rede.

Spitzenkandidat für die SPD in Pforzheim

Hück selbst hatte seinen Rücktritt zunächst mit dem Wunsch begründet, sich politisch zu engagieren. Bei der Kommunalwahl im Mai kandidierte er für die Pforzheimer SPD - mit Erfolg: Der Ex-Betriebsratschef holte mit über 26.000 Stimmen das mit Abstand beste Ergebnis.

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