bunte Fasern eines Glasfaserkabels (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Jan Woitas)

Vorreiter in der Region Stuttgart Erster Gigabit-Anschluss in Deggingen am Netz

Am Dienstag ist der erste Gigabit-Anschluss der Telekom in Deggingen in Betrieb gegangen. Es ist der Auftakt des Netzausbaus in der Region Stuttgart, der vor allem Unternehmen flächendeckend ans Glasfasernetz anschließen soll.

Politiker, Vertreter der Telekom und des Zweckverbands Gigabit Region Stuttgart hatten im Mai den Ausbau von schnellem Internet in der Region Stuttgart beschlossen. Am Dienstag wurde im Rahmen dieses Projekts das erste Glasfaserkabel in Betrieb genommen.

Firma in Reichenbach im Täle angeschlossen

Als erster profitiert vom Netzausbau der Telekom und des Zweckverbands Gigabit Region Stuttgart ein Zwei-Mann-Betrieb im Degginger Ortsteil Reichenbach im Kreis Göppingen. Auf der Suche nach wichtigen Motor-und Getriebeteilen für Porsche-Oldtimer kommt Inhaber Stefan Pfletschinger von der Firma "PS Historacing" nun besser voran: "Bisher hat es Ewigkeiten gedauert, bis eine Seite geladen war. Jetzt geht es in Windeseile und jeder Mausklick zeigt sofort ein Ergebnis", so Pfletschinger.

Vorzeige-Dorf Reichenbach im Täle

Schnelles Internet für weitere 240 Firmen und Haushalte sollen in Deggingen bis Dezember folgen, heißt es vom Zweckverband Gigabit Region Stuttgart. Die Telekom verlegt in Reichenbach im Täle fast 70 Kilometer Glasfaserkabel und stellt acht sogenannte Straßenverteiler auf. Das soll die Voraussetzung schaffen, damit künftig noch weitere 500 Haushalte schnelle Glasfaseranschlüsse bis in ihre Häuser legen können.

Weil der Stadt noch in 2019

Laut Zweckverband sollen auch in Stuttgart-Bad Cannstatt und Weil der Stadt noch in diesem Jahr die ersten Kunden schnelles Internet nutzen können. Die Telekom hat zugesagt, bis 2025 alle Unternehmen ans Glasfasernetz anzuschließen, bis 2030 auch einen Großteil der privaten Haushalte. Kritiker bemängeln an dem 1,6 Milliarden Euro schweren Vertrag, dass der Breitbandausbau in öffentliche Hand gehöre und befürchten, dass unwirtschaftliche Gebiete nicht versorgt werden.

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