Ein Man mit tauchanzug und Taucherhelm steht neben einem Bauarbeiter (Foto: SWR, Jürgen Waibel)

Verschiedene Wassermassen in Stuttgart voneinander trennen Taucher betonieren unter Wasser auf der S21-Baustelle

Damit der künftige S21-Tiefbahnhof in Stuttgart nicht von unterirdischen Wassermassen geflutet wird, sind Taucher für die Betonarbeiten im Einsatz. Sie tauchen in trübe Gewässer ab.

Betrachtet man die Sache vom voraussichtlichen Ergebnis her, wird es einfach: Der bisherige Kopfbahnhof in Stuttgart wird unter die Erde verlegt, der Tiefbahnhof entsteht. Unter dem Tiefbahnhof verläuft der Nesenbach, der seit Jahrzehnten unterirdisch durch die ganze Stuttgarter Innenstadt fließt. Der sogenannte Nesenbach-Düker, in dem das Bachwasser kanalisiert wird, muss für die S21-Arbeiten verlegt und eine neue Trassenführung erstellt werden.

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Gesteinsschicht soll gestärkt werden

Weil laut Bahn aber unter dem neuen Weg des Nesenbachs eine rund acht Meter dicke Gesteinsschicht ist, unter der wiederum das Stuttgarter Mineralwasser im Untergrund nach oben drückt, soll diese Gesteinsschicht verstärkt werden. Mit Beton. Und dabei kommen die Taucher zum Einsatz.

Unterste Schicht mit Mineralwasser - darüber der Nesenbachkanal

Denn um Druck aus dem Mineralwasser aus der unteren Gesteinsschicht entgegenzuwirken, ist die darüberliegende S21-Baustelle geflutet worden. Die Betonarbeiten für die Stärkung der Gesteinsschicht, auf der das Nesenbach-Wasser künftig fließen soll, finden unter Wasser statt.

Drei Taucher sind vier Wochen im Einsatz

Gut 30 Meter lang und 10 Meter breit ist das Becken, in das drei Industrietaucher mehr als vier Wochen lang steigen werden. Hier wird drei Meter stark betoniert, bevor der neue Nesenbachkanal darüber entstehen kann. Die Arbeiten im 13 Meter tiefen Wasser, um das Wasser im Untergrund und den neuen Bahnhof sicher zu machen, gestalten sich schwierig. Im Januar sollen die Arbeiten dennoch abgeschlossen sein.

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