Landgericht Stuttgart (Foto: dpa Bildfunk, Marijan Murat/dpa)

Urteil am Landgericht Stuttgart Diakonie Stetten: Pfleger muss wegen Missbrauchs in Haft

Ein früherer Pfleger der Diakonie Stetten muss wegen schweren sexuellen Missbrauchs über vier Jahre ins Gefängnis. Er soll sich an zwei Behinderten vergangen haben.

Der 34-jährige Pfleger ist vom Landgericht Stuttgart zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Wie ein Sprecher am Montag sagte, sahen es die Richter als erwiesen an, dass sich der Heilerziehungspfleger der Diakonie Stetten in Kernen (Rems-Murr-Kreis) an einem damals knapp 14 Jahre alten Jungen mit geistiger Behinderung mehrfach vergangen hat. Er soll ihn vor mehr als zwei Jahren mehrfach vergewaltigt haben.

"Umfassendes Geständnis"

Auch an einer 20-Jährigen mit geistiger Behinderung soll der in Nürtingen im Kreis Esslingen geborene Angeklagte laut Anklage sexuelle Handlungen vorgenommen haben. Der Angeklagte habe am Landgericht Stuttgart über seinen Verteidiger ein "umfassendes Geständnis" abgelegt, sagte die Vorsitzende Richterin bereits im Anschluss an eine nicht-öffentliche Sitzung, die bereits am 7. Dezember den Auftakt zum Verfahren bildete.

Angestellt über Zeitarbeitsfirma

In der Wohnung des Angeklagten wurden zudem etliche kinder- und jugendpornografische Videos und Bilder gefunden. Der Deutsche war mehrere Monate über eine Zeitarbeitsfirma in der Diakonie Stetten nahe Stuttgart angestellt, in der es zu den Vorfällen gekommen ist. Der Mann übernahm dort zwischen Dezember 2015 und Oktober 2016 unter anderem Nachtwachen.  

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