eine große Pfütze im S21-Tunnel Obertürkheim (Foto: SWR, Martin Schork)

Tunnelvortrieb zwischen Ober- und Untertürkheim stockt S21-Tunnelbauer kämpfen gegen massiven Wassereintritt

Seit einigen Wochen sind die Ingenieure für den S21-Tunnel zwischen Ober- und Untertürkheim mit einem Problem konfrontiert: Täglich dringen zweieinhalb Millionen Liter Grundwasser in den Tunnel ein.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Auf einer Länge von etwa 300 Metern rinnt an vielen Stellen Wasser in den S21-Tunnel. Insgesamt 30 Liter pro Sekunde. Das lässt den Tunnelvortrieb stocken und die Ingenieure suchen dringend nach Lösungen.

Sicher ist bereits, dass es sich beim eingetreten Wasser um Grundwasser handelt und nicht wie zunächst befürchtet um Mineralwasser - das verläuft tiefer, etwa 20 Meter unter der Baustelle.

Tunnelvortrieb zwischen Ober- und Untertürkheim stockt S21-Tunnelbauer kämpfen mit massivem Wassereintritt

Blick in die Baustelle des Tunnels, der Boden ist matschig, Baufahrzeuge sind geparkt (Foto: SWR, Martin Schork)
Derzeit stockt der Tunnelvortrieb im S21-Tunnel zwischen Stuttgart-Obertürkheim und Untertürkheim. Martin Schork Bild in Detailansicht öffnen
Durch das Gestein dringen massive Mengen Wasser ein. Martin Schork Bild in Detailansicht öffnen
Bis zum Knöchel stehen diese Männer im Wasser - dabei handelt es sich um Grundwasser. Das Mineralwasser verläuft 20 Meter unter der Baustelle. Martin Schork Bild in Detailansicht öffnen
Die Arbeiter suchen nach Lösungen, um dem Wasser Herr zu werden. Martin Schork Bild in Detailansicht öffnen
Im Tunnel haben sich riesige Wasserlachen gebildet. Martin Schork Bild in Detailansicht öffnen

Unklar ist noch, wie man dem Wassereintritt Herr werden kann, um so auch den Tunnelvortrieb wieder zu beschleunigen. Unter den aktuellen Bedingungen kamen die Arbeiter nur noch 50 Zentimeter pro Tag voran - unter normalen Bedingungen wären es drei Meter. Bis zum nächsten Tunneldurchschlag in Stuttgart-Untertürkheim sind es noch 550 Meter zu graben.

Verschiedene Verfahren werden ausprobiert

Nun werden verschiedene Methoden ausprobiert: Zum einen wird das Gestein im Voraus entwässert, zum anderen wird ein Betongemisch eingespritzt, um den Boden zu verdichten und so den Wasserdurchlauf zu verringern. Welches Verfahren am besten passt, ist noch nicht entschieden.

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