Trickdiebstahl in Millionenhöhe vor dem Stuttgarter Landgericht Fünf Jahre Haft für Betrüger

Das Landgericht Stuttgart hat einen Trickbetrüger zu mehr als fünf Jahren verurteilt. Er hatte mittelständische Unternehmen übers Ohr gehauen und einen Millionenschaden verursacht.

Eingang Landgericht Stuttgart (Foto: SWR)
Landgericht Stuttgart

Der 52-Jährige hatte sich in einem Fall als indischer, im anderen Fall als chinesischer Geschäftsmann ausgegeben und mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg mit Großaufträgen geködert. In einem Fall wurden bei Treffen in London Lieferungen von Turm-Uhren vereinbart. Im anderen Fall ging es um Verkehrsanlagen. Für die Millionen-Aufträge wurden Provisionen von insgesamt 1,7 Millionen Euro vereinbart. In Banken in Böblingen und Stuttgart sollte die Echtheit der Gelder geprüft werden.

Wer war der "Mann mit Hut"?

Der Angeklagte arbeitete nicht allein. Seine Helfer tauschten in den Banken die Geld-Umschläge gegen Kuverts mit Papierschnipseln aus. In einem Fall soll es eine Frau namens Ariana gewesen sein, im anderen Fall ein Mann, der nur als "Mann mit Hut" beschrieben wurde. Beide Helfer sind flüchtig.
Die Richter verurteilten den 52-Jährigen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft. Sie werteten es als strafmildernd, dass der Mann ein Geständnis abgelegt hatte.

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