Beschäftigte im Einzelhandel stehen bei ihrem Streik mit roten Mützen nebeneinander (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa; Sujetbild)

Tarifverhandlungen in Korntal-Münchingen Einzelhandel: Verhandlungen gehen in die nächste Runde

Die Tarifverhandlungen für den baden-württembergischen Einzelhandel in Korntal-Münchingen (Kreis Ludwigsburg) sind am Mittwoch abgebrochen worden. Die Verhandlungspartner hatten sich nicht einigen können.

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Auch die dritte Tarifrunde für die rund 490.000 Beschäftigten des baden-württembergischen Einzelhandels hat am Mittwoch keine Einigung gebracht. Das Angebot der Arbeitgeber wurde als viel zu niedrig eingestuft, so die Gewerkschaft Verdi. Sie fordert 6,5 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber hatten zuvor ihr erstes Angebot nochmals nachgebessert und nun 1,7 Prozent mehr Geld im ersten Jahr, 1,2 Prozent mehr im zweiten Jahr geboten.

Forderung und Angebot klaffen auseinander

In der laufenden Tarifrunde verhandeln Verdi und der Handelsverband Baden-Württemberg über Erhöhungen der Löhne und Gehälter sowie Ausbildungsvergütungen. Verdi fordert neben einer 6,5 prozentigen Erhöhung der Löhne und Gehälter um eine Steigerung der Ausbildungsvergütungen um monatlich 100 Euro, sowie ein tarifliches Mindesteinkommen von 2.100 Euro. Das alles bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Tarif-Verhandlungen sollen nun am 8. Juli fortgesetzt werden. Bis dahin sind neue Warnstreiks im baden-württembergischen Einzelhandel möglich - und auch wahrscheinlich.

"Die Streikbereitschaft in den Betrieben ist groß", hieß es bei Verdi schon im Vorfeld der Tarifrunde. Zu den Verhandlungen am Dienstag sagte Sabine Hagmann vom Handelsverband Baden-Württemberg dem SWR:

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