Eine Frau und ein Mann halten grüne Körbe mit pinkfarbenem Inhalt an ihren Hüften (Foto: SWR, Leonore Kratz)

Stuttgarter Garten- und Forstamt ist sauer Rätsel um in Plastik verpackte Äpfel

Ist das Kunst oder kann das weg? Eine skurrile Aktion nervt das Stuttgarter Garten- und Forstamt seit Monaten. In buntes Plastik verpackte Äpfel hängen an Bäumen - und verdorren.

Die Stadt Stuttgart kommt aus dem Rätseln nicht mehr heraus. Seit Ende 2017 finden Mitarbeiter in den Stadtteilen Bad Cannstatt und Münster sowie am Max-Eyth-See immer mehr einzeln in buntes Plastik verpackte Äpfel, die an Bäumen hängen. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um Apfelbäume - und schon gar nicht um Äpfel, die an dem jeweiligen Baum gewachsen sind. Die Stadt geht von bislang 2.000 aufgehängten Äpfeln aus.

Wer steckt dahinter?

Wer macht sowas? Und warum? Soll es eine Kunstaktion sein? Oder ist lediglich ein Spinner am Werk? Für die Mitarbeiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts ist es nicht klar, denn die Indizien sind nicht eindeutig. Landschaftspflegerin Claudia Niebel beispielsweise vermutet, dass hier jemand Vögel und Insekten füttern möchte. Doch warum dann in Plastik einpacken? In manchen der bunten Verpackungen steckt auch ein Zettel, auf den mit krackeliger Schrift jeweils ein Vorname geschrieben steht, in anderen nicht. Es könnten auch Kindergartengruppen oder Einzelpersonen sein, rätselt Niebel.

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Äpfel faulen vor sich hin

Auch sind die verpackten Äpfel teils an wenig zugänglichen Stellen im Gelände aufgehangen und nicht an prominenter Stelle an Wegesrändern. Die so vor sich hin dörrenden Äpfel sind mit bunten, oft roten Wollschnüren illegal an öffentlich zugänglichen Bäumen aufgehängt. Der oder die Verursacher konnten bislang nicht ausfindig gemacht werden.

Ärgernis für die Stadtverwaltung

Die Mitarbeiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts der Stadt müssen die größtenteils fauligen und übel riechenden Überbleibsel entfernen und entsorgen. Inzwischen sind rund 2.000 Kunststoffknäuel von den Bäumen entfernt und die organischen Überreste kompostiert worden. Kunststoffe verrotten nur sehr langsam, schaden der Umwelt und dem Menschen. Die Stadt appelliert, auf den seltsamen Baumschmuck im öffentlichen Raum zu verzichten.

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