Der Porsche-Schriftzug an der Fassade eines Gebäudes des Automobilherstellers (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance/Christoph Schmidt)

Nach Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Untreue-Ermittlungen gegen Porsche liegen auf Eis

Die Untreue-Ermittlungen gegen den Autobauer Porsche gehen vorerst nicht weiter. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart muss nach der jüngsten Razzia mit der Auswertung der Unterlagen warten - denn es gab Widerstand.

Nach der jüngsten Razzia bei Porsche muss die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit der Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen warten. Der Grund: Die meisten betroffenen Personen oder Unternehmen haben gegen die Sichtung der Unterlagen Widerspruch eingelegt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Damit liegen die Untreue-Ermittlungen gegen den Autobauer vorerst auf Eis.

Über diese Entwicklung hatte zunächst die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat den Vorgang inzwischen bestätigt. Jetzt muss das Amtsgericht Stuttgart entscheiden, ob und wann die Ermittler weiterarbeiten dürfen.

Sechs Top-Manager stehen unter Verdacht

Ende Mai standen die Ermittler der Stuttgarter Staatsanwaltschaft auch bei Porsche-Chef Blume vor der Tür. Sie nahmen Unterlagen mit und gingen dem Verdacht nach, Porsche könnte einem Betriebsratsmitglied zu hohe Bezüge gezahlt haben. Angeblich soll es sich um den ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden Uwe Hück gehandelt haben. Außerdem soll ein Finanzbeamter gegen Entschädigung Informationen verraten haben. Wenn an den Vorwürfen etwas dran ist, würden sich bis zu sechs Top-Manager der Untreue und der Steuerhinterziehung strafbar gemacht haben.

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