Viele Schüler halten Plakate gegen den Klimawandel hoch (Foto: SWR, Katharina Kurtz)

Fridays for Future in Stuttgart Schülerproteste für "Klimaschutz statt Kohleschutz"

In Baden-Württemberg schwänzten am Freitag tausende Schüler wieder den Unterricht und demonstrieren für den Klimaschutz. In Stuttgart waren mehrer tausend Demonstranten unterwegs.

"Heute ist die Besonderheit, dass weltweit überall junge Menschen auf die Straße gehen", erklärte die Stuttgarter Mitorganisatorin des Fridays for Furture-Protestes, Nisha Toussaint-Teachout, im Vorfeld der Aktion gegenüber SWR4 Baden-Württemberg. Rund 1.660 Kundgebungen waren angesagt - in mehr als 100 Ländern, von Australien über Nigeria bis nach Kolumbien.

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Kundgebung am Schlossplatz

In Stuttgart erwarteten die vor allem jugendlichen Klimaschützer mehr als 1.000 Teilnehmer. 2.000 waren es laut Polizeiangaben, die Veranstalter zählten 3.000 Demonstranten. Der Marktplatz war bereits um 11 Uhr zu Beginn der Proteste gut gefüllt. Um 12 Uhr gab es eine Kundgebung am Schlossplatz. Nach 13:30 Uhr zogen die Demonstranten durch die Innenstadt bis zum Marktplatz.

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OB Kuhn unterstützt die Schüler Stuttgart

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat im Rahmen des Schülerprotests in seiner Rede die Anliegen der Schüler unterstützt. "Ob es eine Zukunft des Lebens auf diesem Planeten gibt, ist eine fundamentale Frage", sagte er. Die Schüler-Demonstrationen im Rahmen von "Fridays for Future" seien ein Hoffnungssignal für ihn und damit viele ältere Menschen.

Jubel erntete Kuhn als er gegen die Aussage von FDP-Chef Lindner wandte. Lindner hatte den Schülern Ahnungslosigkeit attestiert. Kuhn wertete die Aussage Lindners als unverschämt, wofür er großen Beifall von den Schülern erhielt.

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Demos auch in der Region

Unterstützt werden die Schüler unterdessen auch von der evangelischen Landeskirche, von Scientists for Future und Parents for Future, also Wissenschaftlern und Eltern, die eine konsequente Klimapolitik fordern. Die Eltern hatten in einem offenen Brief an Ministerpräsident Kretschmann gesagt, der Protest der Schüler sei angemessen. Sie seien stolz, dass diese noch sehr junge Generation aufstehe und mit sachlichen Argumenten das Versagen der älteren Generation anprangere. Auch in Geislingen, Göppingen und Ludwigsburg sind Fridays for Future-Kundgebungen geplant.

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