Konjunkturentwicklung und Strukturwandel der Autoindustrie Mahle-Mitarbeiter protestieren in Stuttgart gegen Stellenabbau

Der Stuttgarter Autozulieferer Mahle baut massiv Stellen ab. Dagegen haben Mitarbeiter am Freitag demonstriert. Sie kamen in Stuttgart zur einer Kundgebung vor der Unternehmenszentrale zusammen.

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Protestiert wurde während einer Aufsichtsratssitzung des Unternehmens gegen den Abbau von Stellen in Stuttgart und der Schließung des Standortes in Öhringen (Hohenlohekreis) bis Ende 2020. In Öhringen verlieren rund 240 Mitarbeiter ihre Arbeit, viele sind langjährige Mitarbeiter. In Stuttgart werden 380 von derzeit 4.300 Stellen gestrichen, nach bisherigen Informationen in der Verwaltung.

Rund 600 Mitarbeiter demonstrierten

Ihrem Ärger verschafften rund 600 Beschäftigte lautstark mit Trillerpfeifen Luft. Viele der Demonstranten waren mit Bussen angereist; das Werk in Öhringen (war am Freitag verwaist. Der Autozulieferer hat die Einsparungen mit konjunktureller Abschwächung in der Autoindustrie begründet. Der deutsche Standort sei nicht mehr wettbewerbsfähig. Daher soll die Öhringer Produktion nach Rumänien verlagert werden.

"Nicht mehr mit uns, sondern gegen uns"

Die Öhringer Betriebsratsvorsitzende Sonja Hanselmann kritisierte daran, dass Mahle den Moment verschlafen habe - womöglich absichtlich - das Öhringer Werk zu qualifizieren, um dort zukunftsfähige Produkte herzustellen. Das Werk in Öhringen hänge am Verbrenner-Motor. Die Stimmung derzeit bei Mahle bezeichnete Hanselmann als angespannt: "Es läuft nicht ab, wie man das bei Mahle eigentlich gewöhnt ist. Die ziehen irgendwie ganz andere Seiten auf - nicht mehr mit uns, sondern total gegen uns."

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