SMS-Austausch von Bürgermeister Wölfle veröffentlicht Neue Vorwürfe im Stuttgarter Klinikskandal

Im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal im Auslandsgeschäft am Stuttgarter Klinikum werden neue Vorwürfe gegen den grünen Bürgermeister Werner Wölfle laut. Er soll gelogen haben.

Die Vorwürfe erhebt Heinrich Fiechtner. Der ehemalige AfD- und jetzige BZS23-Stadtrat stützt seine Vorwürfe auf von ihm veröffentlichte Mitschriften von SMS, die Wölfle mit Andreas Braun ausgetauscht haben soll. Braun war der Leiter der Auslandsabteilung am Klinikum.

Werner Wölfle (Foto: dpa Bildfunk, Bern Weissbrod)
Kann Werner Wölfle weiterhin Bürgermeister bleiben? Mehrere Stadträte sagen, dass er bei der Aufarbeitung des Klinikskandals gelogen hat. Das sollen Sprachnachrichten belegen. (Archivfoto) Bern Weissbrod

Diese Sprachnachrichten sollen belegen, dass der ehemalige Krankenhaus- und jetzige Sozialbürgermeister Wölfle entgegen seinen bisherigen Behauptungen gut über den Kuwait-Deal informiert gewesen sei und ihn sogar eigens vorangetrieben habe.

Fiechtner sagte gegenüber dem SWR: "Aus dem, was mir vorliegt, was mir Herr Braun zur Verfügung gestellt hat, geht eindeutig hervor, dass Herr Wölfle glatt gelogen hat. Er wusste von Anfang an voll umfänglich über alle Geschäfte mit Kuwait, auch über die Dimensionen, Bescheid und hat dies dem Rat vorenthalten."

"Wölfle hat glatt gelogen."

Heinrich Fiechtner, BZS23-Stadtrat

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stuttgarter Gemeinderat Martin Körner fordert seit langem den Rücktritt von Wölfle als Bürgermeister. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Werner Wölfle weiterhin Bürgermeister der Landeshauptstadt sein kann. Es ist offensichtlich, dass der Gemeinderat in einer ganz entscheidenden Frage angelogen worden ist", bekräftigte er gegenüber dem SWR.

Bislang keine Stellungnahme von Wölfle

Werner Wölfle selbst konnte bislang dazu nicht Stellung nehmen, da er zur Zeit im Auslandsurlaub sei, heißt es von Seiten der Stadt und den Grünen.

STAND