Eine Hand, die eine zwei Euro Münze an einen Fahrkartenautomaten der Straßenbahn einwirft. Im Hintergrund fährt eine Stadtbahn. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Bernd Weissbrod/dpa)

Öffentlicher Nahverkehr in der Region Stuttgart Nach VVS-Reform 50.000 Fahrten mehr pro Tag

Der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) zieht eine positive erste Bilanz der Tarifreform. Nur einen Monat seit der Einführung sind deutlich mehr Menschen Bus und Bahn gefahren.

Bereits im ersten Monat, dem April, gab es nach Angaben des VVS rund 50.000 Fahrten mehr am Tag als im gleichen Zeitraum 2018. Das ist ein Anstieg von 4,1 Prozent. Allerdings fielen in den April dieses Jahr mehr Ferientage als 2018. Die Zahl der Abonnenten ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,8 Prozent gestiegen.

"Lohnender Kraftakt"

Der Aufsichtsratsvorsitzende des VVS, Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne), wertet die Reform als "vollen Erfolg". Man habe den öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver gemacht. Die Reform sei "ein Kraftakt, aber eine lohnende Investition".

Tarifsystem verschlankt

Die Tarifreform ist die größte in der 40-jährigen Geschichte des VVS. Mit ihr wurde die Zahl der Zonen deutlich reduziert und die Tickets dadurch für viele Kunden billiger. So wird in der Landeshauptstadt zum Beispiel nur noch eine Zone fällig. Und auch der Filderraum, der bisher in vier Zonen aufgeteilt war, besteht nun auch aus einer einzigen Tarifzone.

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