Sicherheit auf dem Schulweg Aktion "Goodbye Elterntaxi" vor Schulen

Sie wollen das Beste für ihre Kinder, erreichen häufig aber das Gegenteil: Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren. Das sagt der ACE und hat eine Initiative für mehr Sicherheit gestartet.

Schulkinder steigen in ein privates Fahrzeug. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Ralf Hirschberger)
Der ACE hat eine Initiative gegen sogenannte "Elterntaxis" gestartet. Denn Väter und Mütter, die ihre Kinder bis direkt vor die Schule fahren, gefährdeten andere Kinder, so der Autoclub. (Symbolbild) Ralf Hirschberger

Jeden Morgen herrscht vor der Sommerrainschule in Stuttgart-Bad Cannstatt ein Verkehrschaos, sagt Schulleiterin Ruth Möller. Der Grund: Eltern fahren ihre Kinder direkt bis vor die Schule, dabei komme es zu riskanten Park- und Wendemanövern.

Das kann auch Reinhard Mohr vom Autoclub ACE bestätigen. Zum Start der Aktion "Goodbye Elterntaxis" beobachtete er am Montagmorgen wie vor der Schule ein Auto in zweiter Reihe hielt und ein Kind aussteigen wollte, ohne sich dabei umzuschauen. "Da blieb uns kurz die Luft weg."

Aktion für mehr Sicherheit und Selbständigkeit

Mit der Initiative "Goodbye Elterntaxi" sollen Eltern dazu bewegt werden, ihr Verhalten zu überdenken. Zudem werde die Gesundheit und Selbständigkeit der Kinder gefördert.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte, Elterntaxis seien ungesund, riskant und gefährlich. Kinder sollten frühzeitig lernen, sich selbständig im Straßenverkehr zu bewegen. Können sie einmal nicht zu Fuß kommen, sei es denkbar, dass Eltern sie auf sicheren Haltepunkten einige Meter von der Schule entfernt absetzen.

Situation vor weiteren Schulen sollen analysiert werden

Noch bis zu den Sommerferien besuchen Ehrenamtliche des Autoclubs landesweit mehrere Schulen und analysieren die dortige Verkehrssituation. Im Anschluss sollen Verbesserungen erarbeitet werden.

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