Fläche für mögliches Porsche-Werk Neues Gewerbegebiet in Schwieberdingen kann kommen

Nach einem Bürgerentscheid ist der Weg für ein neues Gewerbegebiet in Schwieberdingen (Kreis Ludwigsburg) frei. Der Autobauer Porsche plant, dort ein neues Montagewerk anzusiedeln.

Die Karte eines geplanten Gewerbegebiets in Schwieberdingen (Foto: SWR)
Das neue Gewerbegebiet in Schwieberdingen soll zwischen Bahnstrecke und Bosch-Firmengelände entstehen

Knapp 57 Prozent der abgegebenen Stimmen waren "Ja"-Stimmen, also für den Bau des neuen Gewerbegebiets. Dagegen standen knapp 43 Prozent "Nein"-Stimmen. Gut die Hälfte der wahlberechtigten Schwieberdinger Bürger nahm an der Abstimmung teil. Damit stimmten knapp 31 Prozent aller Stimmberechtigten Schwieberdinger für das Gewerbegebiet. Das erforderliche Quorum wurde erreicht.

Das geplante Gewerbegebiet ist umstritten, weil rund 100 Bauern ihre Äcker in diesem Gebiet haben. Den Plänen der Stadt Schwieberdingen zufolge soll das neue Gewerbegebiet 23 Hektar groß sein. Der Autobauer Porsche will dort ein neues Montagewerk bauen und eine Produktion mit 500 bis 700 Mitarbeitern im Bereich der E-Mobilität ansiedeln.

Kritiker zeigten sich enttäuscht über das Ergebnis des Bürgerentscheids. Die Stimmung in Schwieberdingen war im Vorfeld aufgeheizt gewesen, denn Bürgermeister Nico Lauxmann (CDU) und der Gemeinderat mussten sich mehreren Vorwürfen stellen. Beispielweise, dass 23 Hektar landwirtschaftlich genutzter Flächen zerstört würden, das Verkehrsaufkommen aufgrund des fehlenden Schienenanschlusses noch zunehmen würde und die Ausweitung des Gewerbegebiets nicht lukrativ sei.

Lauxmann freute sich über das erreichte Quorum. "Wir haben jetzt die Chance, unsere Gemeinde wirtschaftliche weiterzuentwickeln." Der Bürgermeister und der Gemeinderat erhoffen sich mehr Gewerbesteuereinnahmen und mehr Arbeitsplätze durch die Porsche-Ansiedlung.

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