Streit um Schülerwohnheim in Leinfelden-Echterdingen Gemeinderat lehnt Bau eines Schülerwohnheim des Moscheevereins ab

Im Gewerbegebiet Oberaichen in Leinfelden-Echterdingen wird kein Schülerwohnheim eines islamischen Vereins gebaut. Das hat der Gemeinderat der Stadt mit knapper Mehrheit beschlossen.

Mit 14 zu 13 Stimmen im Gemeinderat von Leinfelden-Echterdingen war die Entscheidung hauchdünn.

Der muslimische Verein für Kultur, Bildung und Integration kurz VKBI, möchte in diesem Schülerwohnheim etwa 26 Kinder -und Jugendliche betreuen. Streitpunkt ist, dass auch ein Islamunterricht stattfinden soll. Kritiker befürchten eine religiöse Indoktrinierung, man wisse nicht was hinter verschlossenen Türen passiere. Experten schätzen den VKBI zwar als religiös konservativ, aber politisch unauffällig ein. Für einen Kompromiss, das betreffende Gebäude nahe der Moschee auch anders zu nutzen, kam im Gemeinderat keine Mehrheit zustande.

Der VKBI hat nun eine Klage eingereicht. Mitte Januar wird sich das Stuttgarter Landgericht mit dem Fall beschäftigen.

SWR Moderator Jochen Bruche im Gespräch mit Reporterin Bettina Fieger:

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