Auf einem Monitor ist ein Astronaut in einem Raumschiff zu sehen (Foto: picture-alliance / dpa, Oliver Berg)

Elf Minuten für Herrenberger Gymnasiasten Schüler interviewen "Astro-Alex" per Funk

Schüler des Schickhardt-Gymnasiums in Herrenberg haben mit dem Astronauten Alexander Gerst am Mittwochmittag funken können. Gerst ist momentan auf der Raumstation ISS im All.

Zusammen mit einer zweiten Gruppe von Gymnasiasten aus Leverkusen hatten die Herrenberger Schüler und Schülerinnen gut elf Minuten Zeit, um Fragen zum Leben auf der Internationalen Raumstation ISS zu stellen. Gerst erzählte unter anderem, dass er einmal die Woche Staub wischen müsse und nichts davon halte, Müll im All zu entsorgen.

Dauer

Date um 12:32 Uhr

Um 12:32 Uhr war eine Direktverbindung per Funk mit der ISS auf Frequenzen zwischen 110 und 440 MHz vorgesehen; es dauerte einige Zeit bis die Verbindung zustande kam, erklärte Schüler Max Köppel von der ISS-AG aus Herrenberg im SWR. Die Schüler hatten verschiedene Fragen vorbereitet, zum Beispiel: "Wie sieht die Erde von der ISS aus?", "Was halten Sie von der Entsorgung von Müll im Weltraum?" oder "Finden Sie die Idee, Mond und Mars in naher Zukunft zu besiedeln, realistisch?". Eigentlich nicht, antwortet Gerst auf die letzte Frage, denn die Planeten böten recht lebensfeindliche Bedingungen. Und Müll entsorgen im Weltall sei die dümmste Idee, die es gebe.

Kein schnelles Internet auf der ISS

Der 16-jährige Roman wollte wissen, ob man von der ISS aus Feuerwerk auf der Erde sehen könne. Ja, bestätigte Astronaut Gerst, als kleine Blitze könne er die abendlichen Touristenfeuerwerke an der italienischen Küste erkennen. Auf die Frage des 14-jährigen Max aus Herrenberg, wie schnell das Internet auf der ISS sei, hatte "Astro-Alex" eine einfache Antwort parat: Es gibt dort kein Internet, beim Twittern helfen ihm Freunde auf der Erde. Auch die Frage nach dem Lieblingsessen von "Astro-Alex" im Weltall hatten die Schüler und Schülerinnen auf ihrem Zettel. Er esse im All - im Gegensatz zu sonst auf der Erde - sehr gerne Gemüse.

schueler schauen auf leinwand (Foto: SWR, Maxi Jost)
Die Schüler des Schickhardt-Gymnasiums haben sich gut auf ihren Funkkontakt mit Astronaut Gerst vorbereitet. Maxi Jost

Kein Videobild

Da ein Modul zur Übertragung von Videobild seit Tagen defekt ist, kam es nur zu Sprechkontakt mit dem 42-jährigen Geophysiker im All. Alexander Gerst ist nach 2014 bereits zum zweiten Mal auf der ISS unterwegs. Im August wird er als erster deutscher Astronaut das Kommando an Bord übernehmen.

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