Eine der ältesten Grabinschriften Südwestdeutschlands - der Nordmannstein in der Krypta unter der Stadtkirche in Esslingen. (Foto: SWR, Martina Klein)

SWR Studio Stuttgart Sommerserie "Unter der Erde" In der Gruft von St. Dionys in Esslingen

Gruft, Gewölbe, Grabstätte - es gibt viele Bezeichnungen für die Krypta unter der Esslinger Stadtkirche St. Dionys. Sie ist ein Ort für einzigartige Schätze und eine bewegte Geschichte.

Die Krypta unter Esslingen war lange Zeit unentdeckt geblieben. Erst der Plan in den 1960-er Jahren, für die darüber stehende Stadtkirche St. Dionys eine Heizung zu bauen, brachte zufällig die Entdeckung. Bei den Bauarbeiten wurden unter der Kirche die Reste der Vorgängerbauten gefunden.

Dauer

Das Kirchlein St. Vitalis, das im 8. Jahrhundert an der Stelle der heutigen Stadtkirche St. Dionys stand, war ein Wallfahrtsort. Die Gebeine des Heiligen in der Krypta unter der Kirche zogen die Pilger an und beförderten die Ansiedlung, die heute den Namen Esslingen trägt. Der Beleg dafür war viele Jahrhunderte eine einzige Urkunde - bis zur Entdeckung der Krypta.

Öffentliches Museum

Heutzutage ist der Beweis für alle sichtbar und als Museum unter der Stadtkirche von Esslingen begehbar. Ein besonderes Ausstellungsstück ist zum Beispiel der Nordmannstein, in den laut Museum eine der ältesten Grabinschriften Südwestdeutschlands gemeißelt ist.

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