Rosensteinquartier in Stuttgart Siegerentwurf für Rosenstein-Wettbewerb gekürt

Wo heute noch Gleise sind, soll in Zukunft in Stuttgart das neue Rosensteinquartier entstehen. Zielvorgabe des städtebaulichen Wettbewerbs: Wohnen und Arbeiten in angenehmem Klima.

Grün, urban und zukunftsfähig soll das neue 85 Hektar große Stadtviertel werden, so die verantwortlichen Architekten. Der erste Preis ging an die Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft ASP Architekten und Köber Landschaftsarchitekten.

6000 Wohnungen sollen entstehen

Die Jury kürte den Entwurf mit vielen Blockbauten, grünen Höfen und einem halbrunden Gleisbogenpark zum Sieger des internationalen Wettbewerbs. Insgesamt sollen rund 6.000 Wohnungen entstehen. Auf Grundlage dieses Entwurfs soll nun die Stadt die weiteren Planungen übernehmen, Bebauungspläne entwickeln. Frühestens 2026 sollen erste Flächen für die Bebauung frei werden.

Architekten wollen in ihrem Modell Wohnen und Arbeiten nachhaltig verbinden (Foto: SWR, SWR Reporterin Nicole Freyler)
Modell des Siegerentwurfs für das Rosensteinquartier. Vorgesehen ist eine Gestaltung die Wohnen und Arbeiten nachhgaltig verbindet. SWR Reporterin Nicole Freyler

Neue Überlegungen von Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), wonach unter dem Gelände künftig auch noch zusätzliche Gleise für Stuttgart 21 verlaufen könnten, haben für den Wettbewerb keine Rolle gespielt, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne).

Stadt hat die Fläche 2001 von der Bahn erworben

Mit dem neuen Rosenstein-Quartier entsteht nach Fertigstellung von Stuttgart 21 ein neuer Stadtteil. Nach dem Rückbau des Gleisfeldes werden etwa 85 Hektar Fläche für Wohnen und Arbeiten zur Verfügung stehen. Die Stadt hat die Fläche 2001 von der Deutschen Bahn gekauft. Das Rosensteinviertel soll geprägt werden von Menschen mit unterschiedlicher sozialer Herkunft, die nachbarschaftlich zusammenleben. Ein Radwegenetz und eine nachhaltige Energieversorgung sollen den Charakter des Viertels ebenfalls prägen.

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