Protest gegen hohe Mieten Veranstalter: Mehr als 50 Verletzte bei Mietendemo in Stuttgart

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Stuttgart gegen steigende Mieten demonstriert. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Die Veranstalter sprechen von mehr als 50 Verletzten.

06.04.2019, Baden-Württemberg, Stuttgart: Menschen demonstrieren auf dem Schlossplatz gegen zu hohe Mieten in der Stadt bei einem Aktionstag des Bündnisses gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn. (Foto: dpa Bildfunk, Christoph Schmidt)
Unter dem Motto "Mieten runter!" fand am Samstag eine Demonstration in Stuttgart statt. Diese verlief laut Polizei weitgehend friedlich. Beim Einsatz von Pfefferspray wurden auch Demoteilnehmer verletzt. Christoph Schmidt

Während und nach der Demonstration kam es zu "teils massivem Pfeffersprayeinsatz durch die Polizei, bei dem über 50 Personen verletzt wurden", schreibt die Sanitätsgruppe Süd-West der "Demosanitäter" in einer Pressemitteilung. Dieser nach eigenen Angaben sich der "Überparteilichkeit" verpflichtete Zusammenschluss von ehrenamtlich tätigen Sanitätern schreibt weiter, dass die Polizei "zum Teil aus nächster Nähe" Pfefferspray einsetzte. Es seien insgesamt 55 Behandlungen gezählt worden, davon 51 Verletzte durch Pfefferspray, zwei chirurgische Verletzungen und zwei internistische Versorgungen.

Polizei bestätigt Einsatz von Pfefferspray

Ein Polizeisprecher bestätigte am Montag auf SWR-Anfrage den Einsatz von Pfefferspray. Als Begründung sagte er, man habe eine drohende Hausbesetzung verhindern wollen, auch mit dem Einsatz von Pfefferspray.

STAND