Ein VVS-Ticket liegt zusammen mit Rückgeld im Schlitz eines Fahrkartenautomaten. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Edith Geuppert/dpa)

Bus- und Bahnfahren in der Region Stuttgart werden teurer VVS beschließt Fahrpreis-Erhöhung um 1,9 Prozent

Damit mehr Autofahrer auf Busse und Bahnen umsteigen, hatte sich das BW-Verkehrsministerium für eine Nullrunde bei der Tariferhöhung ausgesprochen. Die ist nun aber vom Tisch.

Der Aufsichtsrat des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) hat am Dienstag eine Erhöhung der Ticketpreise um 1,9 Prozent beschlossen. Zuvor hatte das Landesverkehrsministerium dafür geworben, dass die Preise nicht zu erhöhen und angeboten, sich an den Einnahmeausfällen zu beteiligen. Die am VVS beteiligten Landkreise Böblingen, Ludwigsburg und Rems-Murr bewerteten das Angebot des Landes jedoch nicht als ausreichend.

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Ausnahmen von Erhöhungen

Nicht alle Fahrscheine sind gleichermaßen von der Erhöhung betroffen. So sollen etwa Zeittickets für Auszubildende und Studierende sowie die Preise für Einzel- und Vierer-Tickets für Kinder nicht teurer werden. Maßvoll erhöht werden sollen dagegen Tickets im Gelegenheitsverkehr, Berufsverkehr und bei den Senioren. Diesen Vorschlag begrüßte der Verband Region Stuttgart auch in seiner aktuellen Sitzung.

Land wollte Kosten für Nullrunde übernehmen

Die Tarifanpassung umfasst laut Verband Region Stuttgart ein Volumen von 10,6 Millionen Euro. Zur Deckung des Defizits im VVS wären zusätzliche Fahrgastzuwächse nötig.

Landkreise sehen Erhöhung positiv

"Wir können uns eine erneute Nullrunde nicht leisten", sagte ein Sprecher des Landratsamts Böblingen dem SWR. Eine Nullrunde brächte immense Folgekosten mit sich, denn große Investitionen stehen an, hieß es weiter. Der Verkehrsausschuss des Kreistages hatte in seiner Sitzung am Montag empfohlen, die Erhöhung der Ticketpreise mitzutragen.

Große Tarifreform brachte Vergünstigungen

Im vergangenen Jahr wurden die Preise des VVS wegen der großen Tarifreform nicht erhöht. Die Zahl der Zonen wurde reduziert. Für viele Fahrgäste wurden die Fahrpreise dadurch deutlich günstiger.

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