Neue Herausforderungen und Mehrbelastung Landgericht Stuttgart ächzt unter vielen "Diesel-Klagen"

Am Sitz des Daimler-Konzerns in Stuttgart ächzt das zuständige Landgericht unter einer enormen Welle von "Diesel-Klagen". Anlässlich seiner Jahrespressekonferenz am Montag forderte das Gericht Verstärkung.

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18:00 Uhr
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SWR Fernsehen BW

"Wir stehen vor einer riesigen Herausforderung, deren Ausmaß wir derzeit noch gar nicht abschließend einschätzen können", sagte Gerichtspräsident Andreas Singer am Montag. "Aber klar ist, dass wir für eine auf Jahre angelegte strukturelle Mehrbelastung dringend Verstärkung brauchen."

Über 1.000 Fälle im ersten Halbjahr 2019

Das Gericht ist als erste Instanz für alle Klagen zuständig, die sich gegen den Stuttgarter Daimler-Konzern richten. Allein im ersten Halbjahr 2019 seien 1.100 Fälle eingegangen, in denen Kläger entweder eine illegale Abgastechnik oder Fehler in den Widerrufsbedingungen von Kreditverträgen geltend machten, sagte Singer. Hinter den meisten stecke das Ziel, das Diesel-Auto angesichts schon bestehender oder drohender Fahrverbote ohne finanzielle Einbußen zurückgeben zu können.

Der Eingang eines hohen Bürohauses (Foto: SWR)
Das Landgericht in Stuttgart fordert mehr Personal.

Daimler betonte, der Konzern nehme Kundenklagen grundsätzlich ernst, setze sich aber zur Wehr, wenn unbegründete Ansprüche geltend gemacht würden. Die große Mehrheit der Fälle sei bisher zugunsten von Daimler ausgegangen.

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