Nach tödlichem Unfall in der Stuttgarter Rosensteinstraße Gutachten: Jaguar war mehr als 100 km/h schnell

Bei einem tödlichen Zusammenstoß ist Anfang März ein junges Paar ums Leben gekommen. Aufgrund eines Gutachtens sieht sich die Staatsanwaltschaft in ihrem Anfangsverdacht des Mordes bestätigt.

Der Unfall ereignete sich Anfang März in der Rosensteinstraße in Stuttgart. Der gemietete Jaguar war deutlich schneller als 100 Kilometer pro Stunde, zu diesem Schluss kommt ein Gutachten, das die Staatsanwaltschaft Stuttgart in Auftrag gegeben hatte. Damit sei der Fahrer mehr als doppelt so schnell wie an dieser Stelle erlaubt, sagte Staatsanwalt Heiner Römhild am Freitag dem Südwestrundfunk. "Wir sehen den Anfangsverdacht wegen Mordes nun mehr gegeben." Für das Gutachten wurden neben den Unfallspuren und Zeugenaussagen auch die technischen Daten des Unfallwagens ausgelesen.

Nach dem Unfall am 7.3.2019 in Stuttgart stehen zwei demolierte Autos auf dem Bordstein (Foto: 7aktuell)
Bei einem Unfall Anfang März prallte ein Sportwagen auf einen Kleinwagen. Die Insassen des Kleinwagens starben. (Archivbild) 7aktuell

Gutachten: Bei Ausweichmanöver Kontrolle verloren

Medienberichten zufolge war der Sportwagenfahrer kurz vor dem Unfall einem anderen Auto ausgewichen und hatte wohl deswegen die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er selbst blieb unverletzt und sitzt seit dem Unfall in Untersuchungshaft.

Anklage noch nicht erhoben

Bislang hat die Staatsanwaltschaft noch keine Anklage erhoben. Ob sie beim Anfangsverdacht der vorsätzlichen Tötung bleiben wird, sei noch unklar, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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