Eine Grafik mit einer Kuppel eines Plantariums, zu der Menschen hochschauen. (Foto: Pressestelle Carl-Zeiss Planetarium Stuttgart)

Nach den Sternen greifen Weltraumschrott am Planetariumshimmel in Stuttgart

Üblicherweise werden in der Kuppel des Stuttgarter Planetariums Sternenbilder und Planeten erklärt. Doch jetzt sollen die Besucher zu Spielern am Sternenhimmel werden.

Seit Donnerstagabend können die Besucher des Planetariums auch live ins Geschehen an der Kuppel eingreifen. Das Mitmach-Programm unter dem Stichwort "Kinetarium"– ist eine Weltneuheit, die sich die Stuttgarter Design- und Kommunikationsagentur Halbautomaten ausgedacht hat.

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Neue Technik am virtuellen Sternenhimmel

Bis zu neun digitale Projektoren stellen Inhalte parallel dar – in Echtzeit. Diese Innovation krempelt die Technik, die üblicherweise in Planetarien verwendet wird, grundlegend um. Sie soll fester Bestandteil des Planetarium-Programms werden und einmal pro Monat stattfinden. Gefördert wurde sie von der MfG, der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg.

Wie funktioniert das Spiel?

Mithilfe ihres Smartphones starten die Besucher kleine Raketen an der 13 Meter hohen Kuppel und müssen damit Missionen ansteuern. Das Ziel: Satelliten absetzen und Punkte sammeln. Wenn die Rakete eines Spielers mit einem Satelliten kollidiert, explodieren beide Flugkörper. Dabei entsteht Schrott, der – wie im realen Weltraum auch – nicht einfach vom Himmel fällt, sondern immer weiter um die Erde kreist und das Spielen erschwert.

Mit einem Netz oder einem Magneten kann der Schrott beseitigt und der Weltraum gesäubert werden. Der Spieler mit den meisten Punkten bekommt am Ende der Veranstaltung Freikarten für eine weitere Planetariumsshow.

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