Proteste gegen geplanten Stellenabbau bei WMF (Foto: SWR)

"Mondays for Jobs" in Geislingen Proteste bei WMF gegen Schließung der Kochtopfproduktion

Seit einem Monat protestieren Beschäftigte bei WMF in Geislingen immer wieder montags gegen die geplante Schließung der Kochtopfproduktion bis Ende 2020. Heute waren es rund 300.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Weltweit will die WMF 400 Stellen streichen. Viele davon könnten die Beschäftigten in Geislingen im Kreis Göppingen treffen, fürchtet der Betriebsrat. 150 Stellen will der französische Mutterkonzern Groupe SEB bei WMF in der Kochtopfproduktion in Geislingen streichen und die Produktion nach Frankreich und Italien verlagern. Die Fertigung am WMF-Standort Geislingen an der Steige sei "defizitär", hieß es Ende Juli in einer von WMF verbreiteten SEB-Mitteilung.

"Mondays for Jobs"

Viele Beschäftigte wollen die Schließung der Produktion nicht hinnehmen und protestieren seit Ende Juli unter dem Motto "Mondays for Jobs" immer wieder montags in der Mittagspause dagegen. Am Montag waren es nach SWR-Schätzungen rund 300 Menschen. "Ich kämpfe für jeden Arbeitsplatz hier", sagte der stellvertretende WMF-Betriebsratsvorsitzende Hüseyin Öncü im SWR. Er wehrt sich dagegen, dass ausgerechnet die Kochtopfproduktion geschlossen werden soll. Mit Kochgeräten wurde die WMF bekannt. "Fast 100 Jahre war die Kochtopfproduktion in Geislingen." Und das soll nach Ansicht von Öncü auch so bleiben.

Hoffnung auf ein Umdenken der Arbeitgeber

Öncü und seine Mitstreiter setzen auf den gemeinsamen Protest und hoffen auf ähnliche Erfolge wie 2014/15. "Damals haben wir Menschenketten veranstaltet und Flashmobs und haben viel Öffentlichkeitsarbeit gemacht - und der Arbeitgeber musste den Stellenabbau zurückziehen."

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