Vor dem Daimler-Konzernlogo steht das Konzeptauto Urbanetic People-Mover-Modul (Foto: dpa Bildfunk, Sebastian Gollnow)

Milliardenverlust durch hohe Sonderkosten Absatzflaute und hohe Rückstellungen drücken Daimler ins Minus

Bittere Quartalszahlen für Daimler: Teure Probleme nicht nur mit dem Diesel und die weltweite Absatzflaute haben den Autobauer im zweiten Quartal in die roten Zahlen gedrückt.

Der Stuttgarter Konzern verbuchte von April bis Ende Juni einen auf die Aktionäre entfallenden Verlust von gut 1,3 Milliarden Euro, wie er am Mittwoch mitteilte. Daimler hatte vor knapp zwei Wochen bereits vorweggenommen, dass das Quartal deutlich schlechter ausfallen würde als erwartet und zudem die Ziele für das laufende Jahr nach unten korrigiert.

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Dieselskandal und Rückrufe belasten den Autobauer

Als Grund für die miesen Zahlen hatte der Autobauer zusätzliche Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Dieselskandal und für Rückrufe wegen möglicher Airbag-Probleme genannt. Außerdem bekommt Daimler seit einiger Zeit die Flaute auf vielen Märkten in Form eines schwächelnden Absatzes zu spüren. Dazu kommen Anlaufschwierigkeiten mit neuen Modellen und Probleme in der Van-Sparte, die im zweiten Quartal einen Milliardenverlust eingefahren hat. Der Umsatz lag im zweiten Quartal 2019 mit 42,7 Milliarden Euro um fünf Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Erste Quartalsbilanz für neuen Vorstandschef Källenius

Vorstandschef Ola Källenius kündigte bis November einen Plan mit schärferen Einsparungen an. Ein Effizienzprogramm sei schon begonnen und wegen des Verlusts im zweiten Quartal noch intensiviert worden, sagte Källenius am Mittwoch. Details nannte er allerdings nicht. Er wolle keine halbgaren Antworten geben, sondern einen umfassenden Plan zur künftigen Strategie auf einem Kapitalmarkttag am 14. November in London vorstellen. Källenius wolle bei Daimler ein "Umdenken zu mehr Cash" erreichen.

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