Kirchheim 14-Jährige frühmorgens aus Wohngruppe abgeschoben

In Kirchheim/Teck (Kreis Esslingen) ist am Montag ein 14-jähriges Mädchen frühmorgens aus einer Wohngruppe der Diakonie Württemberg abgeholt und abgeschoben worden. Das bestätigte die Polizei. Die Diakonie kritisiert die Art der Abschiebung. Diakonische Einrichtungen und Wohngruppen seien wichtige Schutzräume für traumatisierte Jugendliche, so Matthias Reuting vom diakonischen Werk Württemberg. Abschiebungen frühmorgens um 5:45 Uhr, wenn alle noch schlafen, könnten ein erneutes Trauma auslösen. Außerdem sei das Jugendamt nicht informiert gewesen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe, das die Abschiebung angeordnet hatte, teilte mit, dass sich die Abholzeiten nach den Flugzeiten für die Abschiebung richten. Das Sozialministerium prüft jetzt, ob es eine Kommunikationspanne zwischen dem Regierungspräsidium und dem örtlichen Jugendamt gab. Das Innenministerium will sich Anfang nächster Woche zu dem Vorfall äußern.

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