Schüler am Tablet (Foto: picture-alliance / dpa, Carmen Jaspersen)

Jetzt schon Tablets und Whiteboards Kein Warten auf den Digitalpakt - Fellbach stattet Schule selbst aus

Während der Bundesrat die vom Bund angestrebte Grundgesetzänderung für Finanzhilfen zur Schul-Digitalisierung erst mal gestoppt hat, hat die Stadt Fellbach (Rems-Murr-Kreis) bereits gehandelt.

Die Stadt Fellbach hat sich die Digitalisierung ihrer Schulen einiges kosten lassen: In den letzten fünf Jahren hat sie in diesen Bereich 1,2 Millionen Euro investiert. Dadurch können zum Beispiel die Schüler der Auberlen-Realschule bereits jetzt mit schnellem Internet, Whiteboards und Tablets arbeiten.

So kann zum Beispiel Englischlehrerin Claudia Kilgus ihren Unterricht multimedial gestalten: Sie spielt auf der Smartboard-Tafel Filme ab, die zu einem Kapitel im Englischbuch der Schüler gehören. Kilgus freut sich: "Bisher hat man auch einen Beamer oder noch einen CD-Recorder gebraucht - und das haben wir alles jetzt in dem Board. Das können wir jetzt hier alles zeitsparend anklicken."

Tafelaufschriebe speichern

Zudem können Tafelaufschriebe gespeichert, oder im Lehrerzimmer vorbereitete Unterrichtsinhalte in allen Klassenzimmern digital abgerufen werden. "An unserer Schule gibt es kaum noch ein Zimmer, in dem noch eine herkömmliche Kreidetafel zu finden ist", sagt der Schulleiter der Auberlen-Realschule Wolfgang Stindel.

"Ausstattung darf nicht von Finanzkraft der Kommune abhängen"

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann findet, es könne auf Dauer kein Zustand sein, dass die Ausstattung einer Schule von der Finanzkraft einer Kommune abhänge. Als Sofortmaßnahme stellt das Land Baden-Württemberg 150 Millionen Euro bereit, um die Digitalisierung in den Schulen voranzutreiben. "Insgesamt ist es natürlich die Aufgabe, dass die Ausgangslage bei allen 4.500 öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg gleich ist - da haben wir tatsächlich noch Nachholbedarf", so die Ministerin.

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