Schild mit der Aufschrift

Jede Wohnung zählt Stuttgart will gegen Airbnb vorgehen

Die Homesharing-Plattform Airbnb ist bei Reisenden beliebt – in vielen Städten aber nicht so gerne gesehen. Denn Ferienwohnungsangebote verschärfen die Wohnungsknappheit.

Die Stadt Stuttgart will Portale wie Airbnb zwingen, Daten zu seinen vermittelten Wohnungen herauszugeben. Die Stadt verlangt vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium eine entsprechende Gesetzesänderung für eine bessere Handhabe. Das Ministerium lehnt dies bislang aber ab.

Mehrere hundert Wohnungen zweckentfremdet?

Kirsten Rickes vom Baurechtsamt der Stadt sagte im Radioprogramm SWR Aktuell: "Es geht hier um mehrere hundert Wohnungen, die als Ferienwohnungen zweckentfremdet werden. Wir wollen erreichen, dass wir diese Ferienwohnungen identifizieren und wieder Wohnraum zurückgewinnen können." Rickes geht davon aus, dass bis zu 500 Menschen allein auf diese Weise wieder Wohnungen finden können.

Stadt will Eigentümer anschreiben

Viele Eigentümer machten sich keine Gedanken darüber, dass es eigentlich nicht zulässig sei, wenn sie ganze Wohnungen zweckentfremdeten. Sobald die Stadt die Daten der betroffenen Wohnungen habe, würden die Eigentümer angeschrieben: "Jede Wohnung zählt in Zeiten der Wohnungsnot", sagte Rickes weiter.

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