Internationale Forschung zu Cannabis Cannabis-Netzwerk nimmt Arbeit an Uni Hohenheim auf

Cannabis ist weit mehr als ein Rauschmittel, heißt es bei der Uni Stuttgart-Hohenheim. Dort hat am Dienstag ein deutsch-kanadisches Netzwerk seine Arbeit zur Cannabis-Erforschung aufgenommen.

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Cannabis hat ein großes Potential, aber Deutschland liege in der Forschung weit zurück, erklärte Simone Graeff-Hönninger am Dienstag. Die Professorin an der Universität Hohenheim ist die nationale Koordinatorin des neu gegründeten Netzwerks. Insbesondere in der Schmerztherapie könne Cannabis eingesetzt werden, zudem beispielsweise bei Epilepsie und Depressionen.

Im Forschungslabor der Universität Hohenheim wachsen mehrere dutzend Hanfpflanzen in Blumenkübel unter künstlichem Licht. (Foto: SWR, Universiät Hohenheim/ Astrid Untermann)
Forschungsarbeit an der Universität Stuttgart-Hohenheim: im Hanfforschungslabor wachsen dutzende Hanfpflanzen. Universiät Hohenheim/ Astrid Untermann

Medizin, Ernährung und Körperpflege

Auch der Esslinger Unternehmer Jürgen Bernhard sieht etliche Anwendungsmöglichkeiten jenseits der Rauschwirkung: Auch in der Ernährung und der Körperpflege sei Cannabis verwertbar. Das Netzwerk spricht von großen wirtschaftlichen Möglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen

Bei dem deutsch-kanadischen Netzwerk geht es unter anderem darum, wie man gezielt bestimmte Wirkungen züchten und mit welchen Techniken man ein vermarktbares Endprodukt erzielen kann.

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