Hoher Besuch in Stuttgart Steinmeier spricht zum Heuss-Jubiläum

70 Jahre nach der Wahl des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss hat sein Nachfolger Frank-Walter Steinmeier in Stuttgart Heuss' Bedeutung für die deutsche Demokratie gewürdigt.

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18:10 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Nach einem Rundgang durch das Stuttgarter Theodor-Heuss-Haus hielt Steinmeier bei einem Festakt im Stuttgarter Rathaus die Festrede. Dabei würdigte Steinmeier Theodor Heuss als einen Politiker, dem es in schwersten Zeiten gelungen sei, den Deutschen wieder Vertrauen in Staat und Politik zu geben.

Um die Demokratie verdient gemacht

"Nach dem Krieg und nach dem Holocaust an die besten kulturellen und geistigen Traditionen Deutschlands wieder anzuknüpfen, das sah er als eine seiner wichtigsten Aufgaben an", sagte Steinmeier. Dabei habe sein Vorgänger großen Wert auf Symbole gelegt. Nationalhymne und Orden seien ihm sehr wichtig gewesen.

Klare Haltung zur NS-Vergangenheit

Steinmeier hob auch Heuss' klare Haltung zur NS-Vergangenheit hervor. Er habe einen "Feldzug gegen das Vergessen geführt". Und dabei habe er nicht davor gescheut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. "Es war eine Provokation, als er sogar das am meisten Beschwiegene aussprach: Wir haben von den Dingen gewusst", sagte Steinmeier. Dadurch habe er auch international Vertrauen in Deutschland zurückgewonnen.

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