Porsche Taycan bei seiner Weltpremiere (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Gute Lage des Autobauers Das macht Porsche richtig

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In Zeiten, in denen es der Automobilbranche eher schlecht geht, überrascht Porsche und schafft zusätzliche Stellen. Das ist kein Zufall - sondern Ergebnis einer durchdachten Unternehmensstrategie.

Porsche besetzt eine Sparte, baut überwiegend Sportwagen. Das macht es schon mal einfacher, im Gegensatz zu Konzernen, die eine ganz breite Produktpalette haben. Luxusautos gehen in aller Regel auch dann gut, wenn die Konjunktur mal nicht so läuft, weil die potentiellen Kunden nicht auf den Euro schauen müssen. Und dann liefert Porsche auch Qualität, es gibt viele Statistiken, die das belegen, Einer der Klassiker, der 911, hat viele Jahre lang zum Beispiel den TÜV-Report in verschiedenen Kategorien dominiert.

Neue Entwicklungen werden lange geplant und durchkalkuliert. So war das zum Beispiel beim Porsche Cayenne, dem ersten SUV. Das hat damals viele verwundert, Porsche hat dieses Auto erst auf den Markt gebracht, als sich das Unternehmen sehr sicher war, dass er auch erfolgreich wird.

Porsche setzt auf Weiterbildung

Porsche gilt als attraktiver Arbeitgeber, die Fluktuation ist niedrig. Das hat nicht nur mit dem starken Wachstum zu tun, sondern auch damit, dass Porsche sich um seine Beschäftigten zu kümmern scheint, was zum Beispiel Weiterbildung angeht. Die Belegschaft ist überdurchschnittlich jung.

Und jetzt der Porsche Taycan, als Konkurrenz zum Beispiel zu den Oberklassemodellen von Tesla. Da waren schon viele Beobachter skeptisch, ob das funktioniert. Aber Porsche hat es offenbar hinbekommen, ein qualitativ hochwertiges Auto mit E-Motor zu bauen und dabei das Porsche-Flair nicht zu vernachlässigen, das sagen die ersten Tests. Auch die Rechnung scheint also aufzugehen, darauf deuten zumindest die Zahlen von Dienstag hin.

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