Ein Vogel fliegt vor dem Empfangsgebäude des Stuttgarter Hauptbahnhofs, das vom Stuttgarter Architekten Paul Bonatz entworfen wurde. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Marijan Murat/dpa)

Geschäfte im Bonatzbau müssen weichen Stuttgarter Bahnhofshalle wird umgebaut

Im Stuttgarter Bonatzbau wird es ernst: Wegen der Umbauarbeiten für Stuttgart 21 müssen die Geschäfte umziehen, ab Donnerstag gelten für Reisende neue Wege - sie müssen sich auf teils lange Strecken einstellen.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Schlussverkauf im Stuttgarter Hauptbahnhof: Die Geschäfte im denkmalgeschützten Bonatzbau des Kopfbahnhofs haben an diesem Mittwoch ein letztes Mal geöffnet, bevor die große Halle vor den Gleisen umgebaut wird. Sie soll dann zeitgleich zum neuen Durchgangsbahnhof im Rahmen des Milliardenprojekts Stuttgart 21 mit zwei Ebenen, rund 50 Läden und einem neuen Hotel wiedereröffnet werden.

Langer Weg zwischen WC und Zügen

Das Reisezentrum der Deutschen Bahn befindet sich ab Donnerstag im Innenhof der an den Bahnhof angrenzenden Landesbank, ebenso ein Reisebüro und die Reisebank. Die WC-Anlage und die Schließfächer bleiben noch bis Mitte Oktober im Bonatzbau.

Deutsche Bahn Faltplan (Foto: Pressestelle, DB)
Interimslösung am Stuttgarter Hauptbahnhof Pressestelle DB

Das VVS-Kundenzentrum befindet sich künftig in einem neuen Gebäude an Gleis 1. Dorthin ziehen bis Ende September auch vier Verpflegungs-Geschäfte. Alle anderen Läden und Stände verschwinden erst einmal für ein paar Jahre aus der hohen Bahnhofshalle. Mit der Inbetriebnahme des neuen Tiefbahnhofs - laut Bahn soll das im Jahr 2025 sein - kehren die Geschäfte in die Bahnhofshalle zurück. Den Beginn der Rohbauarbeiten am Bonatzbau plant die Bahn für Anfang 2020.

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250 Millionen Euro für neue Bahnhofshalle

Die Modernisierung des historischen, fast 100 Jahre alten Bahnhofsgebäudes kostet laut Bahn rund 250 Millionen Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für das Interimskonzept, die im zweistelligen Millionenbereich liegen. An dem unterirdischen Durchgangsbahnhof in Stuttgart wird seit neun Jahren gebaut. Bei Baubeginn lag der Kostenrahmen mit Risikopuffer noch bei 4,5 Milliarden Euro, derzeit ist eine Summe von 8,2 Milliarden Euro im Gespräch. Nach Verschiebungen wird angestrebt, dass die neue Station Ende 2025 betriebsbereit ist.

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