in Tatort ist mit einem Band der Polizei abgesperrt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Sven Kohls/SDMG/dpa)

Nach Angriff am Fasanenhof in Stuttgart Strobl fordert nach tödlicher Attacke mehr Polizei in Wohngebieten

Nach der tödlichen Attacke mit einem Schwert in Stuttgart hat sich der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) für mehr Polizeipräsenz in Wohngebieten ausgesprochen.

"Eine derartige barbarische Tat auf der offenen Straße in einem Wohngebiet sorgt für Verunsicherung", sagte Strobl am Freitag. "Um das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern, ist mehr Polizeipräsenz auch in Wohngebieten notwendig." Dafür brauche es vor allem Polizisten. Deshalb laufe derzeit die größte Einstellungsoffensive in der Geschichte der baden-württembergischen Landespolizei. Man dürfe dabei auch künftig nicht nachlassen.

"Verbrechen lässt niemand unberührt"

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) Picture Alliance

Strobl nannte das Verbrechen "entsetzlich und abstoßend". "Ein solches Verbrechen mitten auf der Straße lässt niemanden unberührt", sagte er. Strobl dankte den Einsatzkräften, die den mutmaßlichen Täter schnell gefasst hätten, und den Sicherheitsbehörden, die unter Hochdruck die Hintergründe ermittelten.

Polizei geht von persönlichem Motiv aus

Seit dem späten Mittwochabend sitzt ein 28-jähriger Mann in Haft. Ihm wird der Mord an einem 36-Jährigen vorgeworfen. Er soll ihn am Mittwoch mit einem Schwert auf offener Straße im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof niedergestochen und getötet haben. Der Mann hat laut Polizei die Tat gestanden. Aktuell gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem ausschließlich persönlichen Motiv aus. Ein politischer oder religiöser Hintergrund wird ausgeschlossen. Der Verdächtige und das Opfer hatten früher zusammen in einer Wohngemeinschaft am Fasanenhof gewohnt.

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