Drei Mehrwegbecher mit Deckel (Foto: SWR, Katharina Kurz)

Flut der Einwegbecher eindämmen Mehrweg-Pfandbecher für Stuttgart

Die Stadt Stuttgart will den Müllberg der Einwegbecher, wie zum Beispiel für Kaffee, reduzieren. Deshalb hat sie am Montag offiziell ein neues Pfandsystem vorgestellt.

Dauer

Rund 2,8 Milliarden Einwegbecher landen jedes Jahr in Deutschland im Abfall. Allein in Stuttgart sind es täglich etwa 80.000 Stück. Mit dem Coffee-to-go-Pfandbecher des Anbieters Recup will die Stadt Stuttgart gegen die Müllflut angehen und investiert nach eigene Angaben über 300.000 Euro.

Stuttgart-Edition

Zum Start am kommenden Montag gibt es auch eine Stuttgart-Edition: Der Becher zeigt die Wahrzeichen der Stadt wie den Fernsehturm, die Stiftskirche oder das Mercedes. Benz- und Porsche-Museum. Am geplanten Kreislaufmodell nehmen vor allem Cafés oder Bäckereien teil. Aktuell gibt es 52 Ausgabestellen.

Mehrwegbecher auf dem Vormarsch

Und so funktioniert es: Wer seinen Kaffee unterwegs trinken will, bestellt sein Getränk im Mehrwegbecher und hinterlegt einen Euro Pfand. Zurückgegeben werden kann der Mehrwegbecher nicht nur in jedem der beteiligten Geschäfte in Stuttgart, sondern deutschlandweit in rund 3.000 Betrieben.

Rückgabeautomaten?

Ähnliche Systeme gibt es bereits zum Beispiel in Schwäbisch Hall, Freiburg, Heidelberg und im Landkreis Böblingen, wo knapp 1.500 Coffee-to-go-Becher pro Stunde weggeworfen werden. In Stuttgart soll in Zukunft die Aufstellung von Rückgabeautomaten für die Pfandbecher geprüft werden. Zudem sind die Becher nach Angaben der Stadt Stuttgart aus vollständig recyclebarem Polypropylen. Die Maßnahme ist Teil des Konzepts "Sauberes Stuttgart".

STAND